Die ersten 12 Jahre (1.923/1944)

meines Lebens wohnten wir im ersten Stock des Hauses
meiner Grosseltern muetterlicherseits im Eckhaus
Weiherstr,/Polligsstr.: Omas Haus, Weiherstr. Ecke Polligsstr.(Das Haus mit dem teils roten
Dach). Wir hatten einen Hof und eine ehemalige Scheune,
wo samstags Badetag in einer alten Zinkwanne war, die ich
noch bei mir im Keller stehen habe.
Unsere Wohnung bestand aus Wohnküche mit altem
Eisenherd, kein Bad, Toilette auf halber Höhe im
Treppenhaus, Wohnzimmer nur für Besucher – da schlief
ich, keine Heizung, im Winter Eisblumen am Fenster und
das Elternschlafzimmer auf der Ecke. Mein Vater
(Steuerberater) hatte sein Büro darunter im Erdgeschoss.
Ich hatte eine schöne Kindheit, wuchs mit meinem Vetter
Robert, 12 Jahre Älter, auf, den meine Großeltern zu
sich nahmen, weil seine Mutter (die Frau des einzigen
Sohnes) bei der Geburt der Zwillinge starb. Mein
Großvater hatte ein Baugeschäft, und hinter dem Haus
(vor in der Weiherstr.) war ein Grundstück mit
Baumaterial, da startete ich mal den abgestellten Opel
Blitz 😉 War ein schöner Abenteuer-Spielplatz, und in
der Ecke war ein schmaler Durchgang zur Schreinerei
Pfahl, heute Beerdigungs-Institut, schräg gegenüber in
der Weiherstrasse war eine Bäckerei, ich glaube Kramer, Omas Haus, Weiherstr. Ecke Polligsstr.(Das Fachwerkhaus), auf der Ecke
die Kneipe der Kribbelers, später der
„Marktkrug“, eine Straße weiter (Pfarrgasse)
auf der Ecke war der Spar-Laden, am Ende der Polligsstr.
die Bäckerei Henrich mit lecker Steinofenbrot, dort
gegenüber in der Bachstraße meine Volksschule.
Wenn Kirmes war, stand das Riesenrad praktisch vor dem
Haus, und bei Zirkus konnte man die Wagen mit den Tieren
(Löwen, Tiger) sehen.
In der Wohnküche hatte ich eine Ecke gegenüber dem Herd
mit einer Platte, der Eisenbahnanlage, da baute ich auch
die ersten Fallerhäuschen, leider hatte ich da noch
keine Kamera, erst im neuen Haus hatte ich dann ein
eigenes Zimmer.
Diethelm

Veröffentlicht von quasimodo52

Ich bin ein Vater von vier Erwachsenen Söhnen, aber keiner bei mir, habe seit über 30 Jahren 'morbus bechterew' (Wirbelsäulen-Verkrümmung und -Versteifung), kann seit 9 Jahren, nachdem mich meine letzte Frau verließ, nur noch mit Hilfe (Rollator, Stock) gehen, sitze zu Hause im Rollstuhl, kann aber noch PKW fahren. Ich bin ein Freund der alten Werte wie Zuverlässigkeit, Treue, Ehrlichkeit, Nichtraucher, Wassermann und vielseitig interessiert.

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